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Das TG besucht das Europaparlament in Straßburg

Fazit der Schüler: „ Ein sehr schöner und informativer Ausflug“, „sehr interessant, weil die Themen uns alle betreffen“, „sehr toll, dass wir der Abgeordneten Fragen stellen durften“, „auch gefallen hat mir das Gebäude, das sehr modern ausgestaltet ist“, „recht cool, leicht verständlich und lustig“. Dank an das Deutsch-Französische Jugendwerk, das diese Exkursion unterstützt hat!

Friedensethisches Projekt am Technischen Gymnasium
7. und 9. März 2017

Im Rahmen eines friedensethischen Projektes besuchte der Politologe Dr. Kiflemariam Gebrewold das Technische Gymnasium in Breisach. Er arbeitet für die Evangelische Landeskirche Baden zu den Folgen der Rüstungs- und Waffenexporte im globalen Süden. Auch in Baden, vor allem am Bodensee, gebe es eine ausgeprägte Produktion militärischer Geräte. Während Rüstungsgegenstände wie zum Beispiel Fahrzeuge, Uniformen und Kommunikationstechnik sowohl militärisch wie auch zivil verwendet werden könnten, dienten Waffen ausschließlich zur Tötung und Vernichtung. Um die mediale Vermittlung militärischer Gewalt zu erkunden, wurden die Schüler mit einer eigenen Internetrecherche zum aktuellen Mali-Konflikt beauftragt: Dort sind gegenwärtig über 600 Bundeswehrsoldaten im Rahmen der UN-Stabilisierungsmission MINUSMA zur U
nterstützung der französischen Truppen in der Bekämpfung der Terrororganisationen Boko Haram und Islamischer Staat eingesetzt. Diese seien insbesondere durch den vom Westen gegen Libyen geführten Krieg erstarkt. Solange es noch keine größeren Opferzahlen gab, habe dieser Konflikt keine große Rolle in der medialen Berichterstattung gespielt. Um Übertreibungen oder Falschmeldungen erkennen zu können, sei es wichtig, die unterschiedlichsten, auch ausländischen Medien zu nutzen und sich über die dahinterstehenden Presseagenturen zu informieren. Gebrewold verwies auch auf die Rohstoffinteressen Frankreichs, insbesondere an Uran aus Mali und Niger für die atomare Stromerzeugung.

Der zweite Gastreferent war der Sozialarbeiter Jürgen Menzel, der sich zur Friedensfachkraft weiterbildete und 2005 und 2006 für den Zivilen Friedensdienst im Sudan im Einsatz war. Der von verschiedenen Entwicklungs- und Friedensorganisationen getragene und vom Bundesministerium für Entwicklungszusammenarbeit finanzierte Zivile Friedensdienst soll in Krisenregionen durch Prävention zur Deeskalation, beziehungsweise nach kriegerischen Konflikten zur Versöhnung und zum Wiederaufbau beitragen.

Seine mit Fotos dokumentierte Arbeit war der Wiederansiedlung von Binnenflüchtlingen aus dem Südsudan in ihrer zerstörten Heimat gewidmet. Menzel bezog die Schüler in diese Aufgabe ein, indem sie die dringlichsten Arbeiten überlegen und in eine Rangfolge bringen sollten. Dazu zählten neben dem Aufbau der Infrastruktur die Errichtung von Brunnen, Krankenstation und Schule. Seine Aufgabe war, ein Team von einheimischen Friedensfachkräften zu beraten und zu begleiten. Aufgrund des zwischenzeitlichen Bürgerkrieges und der Abtrennung des Südsudans müsse nun wieder erneut mit dem Aufbau begonnen werden. Die Wirkung des Zivilen Friedensdienstes wäre, so Menzel, wesentlich größer, wenn dafür mehr Finanzen eingesetzt würden – derzeit nur ein Promille des deutschen Verteidigungshaushaltes. Auch Jürgen Menzel ist Mitarbeiter der Landeskirche. Mit seiner Information über den Zivilen Friedensdienst möchte er junge Menschen wie die Schüler des Technischen Gymnasiums mit den Möglichkeiten eines beruflichen Engagements für den Frieden bekannt machen.

Bericht: Theo Ziegler, Gewerbeschule Breisach